Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Weitere Informationen geben wir Ihnen gerne auf Anfrage. Bitte schreiben Sie an:
presse@quartier110.com

Meilensteine

Quartier 110 Kultursaal in der Friedrichstraße zu vermieten

Längst hat die Friedrichstraße ihr Gesicht gefunden. Doch wer denkt, es gebe keine neuen Projekte mehr, der irrt gründlich: Jetzt hat die Zurich Financial Services Group mit den Sanierungsarbeiten am denkmalgeschützten Quartier 110 begonnen.

Etwa 75 Mio. EUR investiert die in Zürich ansässige Versicherungs- und Vermögensgesellschaft mit dem Ziel, aus dem Block zwischen Mohren-, Friedrich- und Taubenstraße eine erstklassige Geschäftsadresse zu machen. Das ehemalige Bürohaus Friedrichstadt, das jetzt als Quartier 110 vermarktet wird, befindet sich auf einem rund 7.900 qm großen Grundstück vis-a-vis dem zu den Friedrichstadtpassagen gehörenden Quartier 205 und besteht aus Gebäuden, die teils in den dreißiger, teils in den fünfziger Jahren errichtet wurden. Prägend ist die mit Porphyr und Sandstein verkleidete Fassade an der Friedrichstraße, hinter der zu DDR-Zeiten der Deutsche Innen- und Außenhandel seinen Sitz hatte.

Für die Sanierung sicherte sich der Investor die Dienste des in der Fachwelt hoch angesehenen Basler Architekturbüros Diener & Diener, das in Berlin vor allem mit der Schweizer Botschaft bekannt wurde. Es erhielt den Auftrag, an der Friedrichstraße einen repräsentativen Eingang zu schaffen und in den Innenhöfen die Nutzfläche zu erweitern. Auch eine dreigeschossige Tiefgarage mit 186 Stellplätzen soll neu entstehen. Insgesamt wird das Quartier 110 nach seiner Fertigstellung, die für das erste Quartal 2004 angekündigt ist, über fünf Höfe verfügen. Die ersten drei werden den Plänen zufolge von der Friedrich- und von der Mohrenstraße aus öffentlich zugänglich sein; der vierte ist als geschlossener Bürohof angelegt, im fünften liegen neben Büros auch Wohnungen. In diesem Wohnhaus mit der Adresse Mohrenstraße 61 sehen die Planer vier oder fünf jeweils 120 qm große Stadtwohnungen vor.

Zwei Drittel der Gesamtnutzfläche von 36.000 qm sind für Büros reserviert. Auf über 24.000 qm sollen künftig Angestellte vornehmlich von Finanzdienstleistern, Beratungsunternehmen und anderen gehobenen Dienstleistern ihrer Tätigkeit nachgehen. Entsprechend hochwertig soll auch die Nutzung der Einzelhandelsflächen ausfallen, die auf 3.200 qm im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss der Friedrichstraße sowie im Erdgeschoss des ersten Hofes eingeplant sind.

Im Angebot haben die Vermarkter daneben auch eine ganz und gar nicht übliche Fläche: den ehemaligen original erhaltenen Kultursaal im vierten Obergeschoss. Wie seine Zukunft aussehen wird, bleibt vorerst offen. Die Nutzung werde sich „bei laufender Gebäudevermarktung“ ergeben, teilt der Investor lediglich mit. (ch)

© IMMOBILIEN ZEITUNG, 18.07.2002